Baumschutzverordnung

Die Baumschutzverordnung, auch Baumschutzsatzung genannt, verbietet geschütze Bäume zu entfernen, zu zerstören, zu schädigen oder ihren Wuchs wesentlich zu beeinflussen!

Das heißt, dass es eine generelle Baumschutzverordung gibt, die auf nationaler Ebene gilt. Die Gemeinden oder Kreisverwaltungsbehörden haben aber auch die Möglichkeit und Ermächtigung eine eigene Baumschutzverordnungen zu gestalten bzw. die national geltende abzuändern, zu verschärfen oder zu entschärfen. Allerdings gibt es wenige Kommunen die ein eigene Baumschutzverordnung erlassen haben, weil die schnell zu Unmut und Beschwerden in der Kommune führen kann und führte:

 

Zusammenfassend als Indikation gilt:

  • Nur Bäume und nicht auch die Hecken werden unter Schutz gestellt
  • Der Schutz gilt für Laub- wie für Nadelbäume, aber nicht für Obstbäume und nicht für Bäume in Baumschulen 
  • Der Schutz hängt immer von einem gewissen Stammumfang ab: meist ab 80 cm Umfang in einer Höhe von 1 m
  • Die Bäume in öffentlichen Grünanlagen stehen auch unter Schutz
  • Alle Baumschutzordnungen verbieten die Beseitigung oder Beschädigung der geschützten Bäume
  • Alle Baumschutzordnungen sehen in der Verletzung der Schutzbestimmungen eine Ordnungswidrigkeit und drohen dafür hohe Geldbußen bis zu 25.000 Euro oder 50.000 Euro an
  • Alle Baumschutzordnungen bieten die Möglichkeit der Ausnahmegenehmigung vor (aus Gründen des allgemeinen Wohls, zur Vermeidung von Härten, zur Beseitigung kranker Bäume)
  • Alle Baumschutzordnungen beinhalten, dass bei einem Verstoß gegen die Schutzbestimmungen oder bei Erteilung einer Ausnahmegenehmigung eine Ersatzpflanzung auf Kosten des Grundbesitzers angeordnet werden kann.